Neues von Beethoven
Dienstag, 29.03.2016

Ein großer Geist aus NRW: Als Junge schon spielte der „größte Sohn der Stadt Bonn“ regelmäßig die 6-Uhr-Messe in St. Remigius. Und der "Titan" und Popstar seiner Zeit hätte gerne mehr Kirchenmusik geschrieben, zeigt eine aktuelle Ausstellung in Bonn ...
INFO: Ludwig van Beethoven, getauft 17. Dezember 1770 in Bonn, wuchs in der heutige Bonngasse auf, war in Jugendjahren bereits Organist an der Minoriten-Kirche und fand – wie schon Großvater und Vater - seine erste Anstellung als Hoforganist am Bonner Hof des Kurfürsten und Erzbischofs von Köln.In Wien feierte der weltberühmte, aber oft wegen seiner ruppigen Art gefürchtete Komponist riesige Erfolge, bezog fürstliche Gehälter, doch war geplagt von Krankheiten, unglücklichen Liebesaffären und einem zunehmenden Gehörleiden. Als er dort am 26. März 1827 mit 56 Jahren starb, folgten 20.000 Menschen seinem Sarg. Die Nachwelt machte den Popstar seiner Zeit unsterblich – seine Werke sind es bis heute. Neben den großen Werken, kennt man ihn mit der „Europahymne“ und selbst im Rock´n´Roll hat man sich an ihm versucht.
Aber er war und blieb der Kirchenmusik verbunden – das zeigt jetzt eine Ausstellung im Bonner Beethovenhaus. Zwar komponierte der „Titan” trotz seiner frühen Prägung im kirchlichen Dienst nur zwei Messen, die Messe C-Dur op. 86 (1807) und die Missa solemnis D-Dur op. 123 (1819–1823), doch hat ihn ihn liturgisch gebundene Musik durch alle Schaffensphasen in sehr viel größerem Maße als allgemein bekannt beschäftigt. Im Beethoven-Haus gibt es nun die Sonderausstellung „Beethoven und die Kirchenmusik“.
Mehr: http://www.beethoven-haus-bonn.de/sixcms/media.php/75/Kurzfuehrer.pdf