Jetzt ist Urlaub

Von Maximilian Strozyk (kath.) Raus kommen aus dem Hamsterrad – und sich dann im Urlaub wirklich entspannen. Maximilian Strozyk – Bundeskurat der DPSG und Priester im Bistum Essen – fragt sich, wie wir uns im Urlaub wirklich erholen können.

  • 15.7.2026
  • Maximilian Strozyk (Autor)

INFO: „Jetzt ist Urlaub. Angekommen am Ort der Entspannung muss ich mich erstmal umgucken. Schauen, was es so für Möglichkeiten gibt und einen Plan aufstellen, was in den nächsten Tagen alles gemacht werden soll. Verschiedene Ausflüge werden gebucht, Essensmöglichkeiten für die nächsten Tage gesucht, die Geschäfte in der Gegend online schonmal gecheckt, die besten Geheimtipps gegoogelt und nebenbei ist der erste Tag bald rum. Und am Ende der Woche frage ich mich manchmal: War jetzt Urlaub? Habe ich es geschafft aus dem Hamsterrad des Organisierens und Machens mal wirklich rauszukommen und meiner Seele und meinem Körper die Ruhe zu gönnen, die sie gerade brauchen?

 Einfach mal in den Tag hineinleben und schauen, was so passiert ist da manchmal vielleicht die entspanntere und spannendere Alternative. Die Bibel ist voll von solchen Menschen, die das Leben einfach mal passieren lassen. Ohne Plan, aber mit Vertrauen, lebend im Hier und Jetzt. So sendet Jesus seine Freund*innen aus und sagt ihnen sogar noch: Nehmt nichts mit. Das ist eine ziemlich krasse Art der Offenheit, die er da von ihnen verlangt. Er schickt sie los. Nicht in den Urlaub, aber ins Leben. In ein Leben, das geschieht. Ganz ohne Druck. In Vertrauen und Offenheit. Vielleicht ist das doch so eine Art Urlaub, weil es mal kurz die Verantwortung von mir nimmt. Also: leg doch einfach mal die Pläne beiseite, lebe, vertraue, hoffe, denn: jetzt ist Urlaub.“

Maximilian Strozyk: Der aus Bochum stammende und in Mülheim lebende Strozyk ist im Bistum Essen als Jugendseelsorger in der Duisburger Jugendkirche Tabgha tätig. Seit dem Sommer 2025 ist er außerdem Bundeskurat der DPSG (Deutsche Pfadfinder*innenschaft Sankt Georg). Als Kurat wird bei der DPSG die geistliche Begleitung bezeichnet. Ihre Aufgabe ist es, Leitungskräfte des Verbandes in Glaubensfragen zu beraten und zu sensibilisieren.

Deutsche Pfadfinder*innenschaft Sankt Georg (DPSG)

Die DPSG wurde 1929 gegründet und ist mit rund 95.000 Mitgliedern der größte katholische Pfadfinderverband und gleichzeitig einer der größten Kinder- und Jugendverbände in Deutschland. In der Deutschen Pfadfinder*innenschaft Sankt Georg sind rund 25.000 Wölflinge (7- bis 10-Jährige), 21.500 Jungpfadfinderinnen und Jungpfadfinder (10- bis 13-Jährige), 14.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder (13- bis 16-Jährige) sowie 14.500 Roverinnen und Rover (16- bis 20-Jährige) aktiv. Geleitet und begleitet werden sie von rund 20.000 Leiterinnen und Leitern (ab 18 Jahren).

Seit dem Sommer hat die DPSG nun nicht nur einen neuen Bundeskuraten, sondern auch offiziell einen neuen Namen, der die „Geschlechtergerechtigkeit“ zum Ausdruck bringen soll. „Mit dieser Veränderung möchten wir unseren Anspruch unterstreichen, ein moderner, inklusiver und geschlechtergerechter Verband zu sein“, so die Pfadfinder.

Kontakt: Deutsche Pfadfinder*innenschaft Sankt Georg, Bundeskurat Maximilian Strozyk, Bismarckplatz 7/7a, 41061 Mönchengladbach, Internet: https://dpsg.de/de

Jugendkirche Tabgha
Vor gut 25 Jahren feierte mit Tabgha die erste deutsche Jugendkirche Premiere. In Oberhausen gegründet ist sie heute im Duisburger Dellviertel angekommen – wandelbar, offen und nah an jungen Lebenswelten.

Kontakt: Jugendkirche TABGHA, Dellplatz 35, 47051 in Duisburg, info@tabgha.ruhr, Internet: https://tabgha.ruhr

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Dies ist ein Beitrag der katholischen Redaktion KiP-NRW für die Verkündigungssendung "Augenblick mal" im NRW-Lokalfunk. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Redaktionsleiter Stefan Klinkhammer | Redaktion KiP-NRW | 0221 - 96 90 03 30 | Mail: klinkhammer@kip-nrw.de
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