Pressemitteilung

Aids: Für Menschen kämpfen

Von Christof Beckmann (kath.) Fast 100.000 Menschen in Deutschland leben mit HIV. Mabwab Clément Matweta aus dem Kongo ist gelernter Sozialarbeiter und hat einige Familienmitglieder durch Aids verloren. Er berät in der „Schleife" in Essen.

  • 01.12.2025
  • Christof Beckmann (Redaktionsleiter)

INFO: Heute am 1. Dezember wird zum Welt-Aids-Tag an mehr als 40 Millionen Menschen erinnert, die mit HIV leben – knapp 100.000 sind es in Deutschland. Er bekräftigt die Rechte der HIV-positiven Menschen weltweit und ruft zu einem Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung auf. Außerdem erinnert der Welt-Aids-Tag an die Menschen, die an den Folgen von HIV und Aids verstorben sind. Im Jahr 2025 steht der Welt-Aids-Tag international unter dem Motto „Rethink. Rebuild. Rise.“ („Neu denken. Wiederaufbauen. Aufstehen.“). Es ruft dazu auf, im Angesicht tiefgreifender Veränderungen in der Finanzierung und Organisation der HIV-Bekämpfung die bisherigen Strategien zu überdenken und Strukturen neu aufzubauen. Es soll Menschen mit HIV, Forschende, Politik, Gesundheitsfachkräfte, Geldgeber, Medien und Communities zusammenbringen, um gemeinsam gestärkt aufzustehen und die globale Antwort auf HIV neu auszurichten. Denn durch weltweite Kürzungen könnten Millionen Menschen ihre HIV-Therapie verlieren und sterben. Und noch immer erleben HIV-positive Menschen Ausgrenzung, Abwertung und Diskriminierung – auch in Deutschland. In Deutschland haben sich im vergangenen Jahr mehr Menschen mit HIV infiziert als im Vorjahr. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin vor dem Welt-Aids-Tag am 1. Dezember mitteilte, stieg die Zahl: Ende 2024 lebten danach geschätzt 97.700 Menschen mit HIV in Deutschland. Mehr: https://www.welt-aids-tag.de/, https://www.unesco.org/en/days/world-aids.

Unser Gesprächspartner: Mabwab Clement Matweta, gelernter Elektroingenieur und Sozialarbeiter, berät in der „Schleife“, der Aids-Beratungsstelle der cse in Essen. Der gebürtige Kongolese ist 63 Jahre alt, seit 1995 in Deutschland, hat zwei Kinder im Alter von 34 und 27 Jahren und ist mit einer Kongolesin verheiratet. Er fing 2001 zunächst als Honorarkraft an und ist seit 2015 fest in der Beratungsstelle der cse, dem Zusammenschluss der operativen Dienste des Caritasverbandes für die Stadt Essen mit dem Sozialdienst katholischer Frauen, Essen-Mitte (Caritas-SkF-Essen gGmbH). Hier arbeitet er als Migrant für Migranten, überwiegend aus der afrikanischen Community. In der psychosozialen Beratung begleitet er an Aids erkrankte und HIV infizierte Personen im Alltag und in der Therapie. Außerdem ist er in der Präventionsarbeit tätig. Sein großer Vorteil ist, dass er drei europäische und drei afrikanische Sprachen spricht.

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Dies ist ein Beitrag der katholischen Redaktion KiP-NRW für die Verkündigungssendung "Augenblick mal" im NRW-Lokalfunk. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Chefredakteur Dr. Christof M. Beckmann | Redaktion KiP-NRW | 0208 - 46849961 | Mail: beckmann@kip-nrw.de
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