Pressemitteilung

Buß- und Bettag

  • 16.11.2022

Klingt irgendwie aus der Zeit gefallen: „Buß- und Bettag“. Vielleicht sollte man statt Buß , also Umkehr, besser Reue sagen. Denn die psychologische Forschung belegt, dass jeder Mensch zumindest das Gefühl der Reue kennt. Reue gilt als das wahrscheinlich häufigste negative Gefühl, das Menschen erleben.

Der amerikanische Autor Daniel H. Pink hat das in seinem Buch ´Die Kraft der Reue´ zum Hauptthema gemacht. Er hat herausbekommen, dass nur zwei Menschengruppen nicht zur Reue fähig sind:  Kinder unter fünf Jahren, weil ihr Gehirn noch zu wenig entwickelt ist und Menschen mit einer Persönlichkeitsstörung. In seinen Befragungen wollte er wissen, was die Menschen am meisten bereuen. Dazu gehörte Reue, wenn Menschen sich in Beziehungen und in moralischen Fragen falsch verhalten haben.

Für Pink erfüllt Reue eine wichtige Aufgabe. Denn sie sorgt dafür, dass Menschen in Zukunft andern gegenüber besser handeln.

Das ist sicherlich der Aspekt der Reue, der an die traditionelle Buße, die nämlich „Umkehr“ bedeutet, am ehesten erinnert. Ursprünglich waren Bußtage Aufrufe der Obrigkeiten in Notzeiten. Sie sollten das Volk wegen begangener Sünden zu Umkehr und Gebet bringen, um die Vergebung Gottes zu bewirken. Heute laden die evangelischen Gottesdienste an diesem Tag viel persönlicher dazu ein, über eigene und gesellschaftliche Irrtümer nachzudenken. Es geht darum, sich neu zu besinnen und dazu das Gebet, also das Gespräch mit Gott zu suchen.

Unter www.busstag.de findet Ihr weitere Infos und Veranstaltungen.

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