Jesus wurde vor gut 2000 Jahren in einem Stall geboren. Anstatt eines Baby-Bettes gab es eine Futterkrippe. In einem Stall. Nicht, weil das besonders romantisch war, sondern weil die Eltern des Kindes, Maria und Josef vorher lange von Tür zu Tür geschickt wurden: Niemand wollte eine schwangere Frau und ihren Mann aufnehmen. Die Worte: „Wir haben keinen Platz“ hörten sie oft. Irgendwann hat sich dann jemand erbarmt und den Stall zur Verfügung gestellt. Gerade noch rechtzeitig.
Vor zehn Monaten haben viele Menschen Platz geschaffen für fliehende Menschen aus der Ukraine. In meiner Kirchengemeinde wurden sogar Bullis zur Grenze geschickt, um Menschen zu evakuieren; ihnen Zuflucht zu geben. Viele haben die Geflüchteten in ihren Häusern aufgenommen. Manche hatten dafür nur ein Gästezimmer mit geteiltem Bad und gemeinsamer Küche. Auch das ging. Möbel und Kleidung wurden über WhatsApp-Gruppen und Aushänge beschafft.
Ähnlich wie damals im Stall: Einfach, improvisiert, ausreichend – und hilfreich in größter Not.
Manche der Geflüchteten aus dem Frühjahr sind inzwischen in eigene vier Wände gezogen. Manche haben Arbeit. Andere sind jetzt erst auf der Flucht. Übrigens auch aus anderen Ländern wie Syrien, Afghanistan, Irak oder Iran.
Weihnachten erinnert mich daran, dass unsere Hilfe noch immer nötig ist und dass es dafür manchmal gar nicht viel braucht.
Wir können weiterhin helfen. Zum Beispiel hier: https://www.diakonie-katastrophenhilfe.de/projekte/ukraine
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