Berühmt wurde Felix Bernhard durch seine Pilger-Touren. Das Besondere: Er pilgert im Rollstuhl. Mit 19 Jahren hatte er einen Motorradunfall und ist seither querschnittsgelähmt.
Das ist über 20 Jahre her. Sein Credo:
Ich habe irgendwann gesagt: „Okay, ich nehme diesen Rollstuhl wirklich an.“ Und nur durch diese Annahme hat sich eine ganz neue Tür geöffnet.
Ich bin Regisseur meines Lebens. Das heißt: Wenn ich beschließe, ich bin einfach gut drauf, dann bin ich gut drauf. Natürlich gibt es Tage, wo ich nicht gut drauf bin. Aber ich kann trotzdem die Entscheidung fällen: Geh ich da jetzt richtig rein oder sage ich: „Moment, gibt es objektiv einen Grund, warum ich schlecht drauf bin? Hat sich irgendwas verändert?“ Und wenn ich es schaffe, diesen Moment zu greifen und zu sagen: „Na, so schlimm ist es auch nicht!“ – dann hab ich wieder Kontrolle über mein Leben, dann bin ich wieder Regisseur meines Lebens.
Und so startet er gut in den Tag – auch wenn viele Herausforderungen warten:
Dann geh ich wirklich bewusst in den Tag und sage: „Ich erwarte heute ein Wunder.“ Das ist vielleicht so ein bisschen auch Selbstmanipulation und vielleicht denkt man sich: „Ja, kannst dir das schön reden!“ Aber bisher kann ich jedes Mal sagen: Wenn ich in den Tag gegangen bin und gesagt habe: „Ich erwarte ein Wunder!“ dann ist dieses Wunder auch am Ende des Tages passiert.
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