Pressemitteilung

Hanau

  • 19.02.2026


Am 19. Februar 2020 wurden in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven ermordet. Der Täter griff gezielt Menschen an, die er aufgrund ihrer (zugeschriebenen) Herkunft, Religion und ihres Aussehens als „fremd“ markierte. Die Tat richtete sich damit nicht nur gegen einzelne Personen, sondern gegen eine vielfältige Gesellschaft insgesamt.

Nach den tödlichen Schüssen tötete der Täter auch seine 72-jährige Mutter und sich selbst. Die Ermittlungsbehörden stuften die Tat als rechtsextremistisch und rassistisch motivierten Terroranschlag ein.

Rassismus als Tatmotiv

Der Täter verbreitete vor der Tat Verschwörungserzählungen, rassistische Ideologien und extrem rechte Inhalte. Diese Weltbilder stellen Menschen nicht als gleichwertig dar, sondern ordnen ihnen aufgrund von Herkunft, Religion oder Hautfarbe einen geringeren Wert zu. Der Anschlag von Hanau zeigt in erschütternder Deutlichkeit, dass Rassismus keine bloße Meinung ist, sondern reale Gewalt hervorbringen kann.

Rassistischer Terror entsteht nicht im luftleeren Raum. Er ist eingebettet in gesellschaftliche Debatten, in alltägliche Diskriminierung und in die Verbreitung menschenfeindlicher Sprache – online wie offline.

Die Opfer

Die neun ermordeten Menschen standen mitten im Leben. Sie waren Töchter und Söhne, Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Nachbarn. Viele von ihnen lebten seit Jahren oder seit ihrer Geburt in Deutschland. Die Angehörigen und Überlebenden kämpfen bis heute für Aufklärung, Anerkennung und Konsequenzen im Umgang mit rechter Gewalt.

Ein antirassistischer Blick auf Hanau bedeutet deshalb vor allem, die Perspektiven der Betroffenen ernst zu nehmen und ihre Stimmen in den Mittelpunkt zu stellen – nicht die des Täters.

Reaktionen

Nach dem Anschlag kam es bundesweit zu Gedenkveranstaltungen, Mahnwachen und Demonstrationen gegen Rassismus und Rechtsextremismus. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft betonten, dass der Schutz von Minderheiten und der entschlossene Kampf gegen rechte Gewalt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sind.

Auch die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel verurteilte die Tat scharf und machte deutlich, dass Rassismus, Hass und Ausgrenzung die demokratische Gesellschaft bedrohen.

Erinnerung und Verantwortung

Der Anschlag von Hanau ist heute ein zentrales Mahnmal gegen rassistische Gewalt in Deutschland. Er erinnert daran, dass Demokratie und Menschenwürde aktiv verteidigt werden müssen – in Politik, Bildung, Medien und im eigenen Alltag.

Antirassistische Arbeit bedeutet in diesem Zusammenhang:

  • rassistische Diskriminierung klar zu benennen,

  • Betroffene zu unterstützen und ihnen zuzuhören,

  • rechtsextremen Ideologien konsequent zu widersprechen

  • und Strukturen zu stärken, die Teilhabe, Sicherheit und Gleichberechtigung ermöglichen.

Hanau steht damit nicht nur für ein Verbrechen, sondern auch für die Verantwortung, aus diesem Verbrechen zu lernen – für eine Gesellschaft, in der alle Menschen ohne Angst und Ausgrenzung leben können.

(Quelle: Text mit Hilfe von KI erstellt.)

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