Pressemitteilung

Hoffnung

  • 16.12.2022

Das ist gar nicht so einfach zu erklären. Denn eigentlich kommt mir die Welt krasser vor als noch vor einem Jahr.

2021 hatten wir gefühlt „nur“ Corona – jetzt haben wir den Krieg in der Ukraine, die Proteste im Iran. Schlimme Preissteigerungen überall. Vielleicht noch eine Energiekrise.

Es kommt mir alles so uneinig, so gespalten vor.

Aber es gibt auch Hoffnung. Denn: Die Hilfsbereitschaft seit dem Überfall auf die Ukraine im Februar zeigt, dass wir Menschen zusammenhalten können. Und auch in der Corona-Zeit gab es eine große Solidarität über Mauern, Masken und Abstände hinweg.

Vor 2000 Jahren war die Situation auf der Welt ähnlich. Es gab soziale Probleme ohne Ende. Ungerechtigkeiten. Besatzungsmächte. Die Menschheit war gespalten, keiner wusste, was der richtige Weg in eine gute Zukunft sein könnte. Die Kluft zwischen Arm und Reich war groß. Es gab Wohlstand auf der einen – und krasse Armut auf der anderen Seite.

Und es gab auch damals Hoffnung. In diese ungerechte und zerrüttete Welt hinein ist ein kleines Kind geboren. Seine Geburt ereignete sich unter schlimmen Umständen. Futterkrippe, Stall … ihr kennt die Geschichte. Doch dann vereinte die Geburt von Jesus Hirten und Könige. Arme und Reiche. Esel und Engel. Alle kamen zusammen. Was für ein schönes Bild.

Wahrscheinlich ist das genau der Grund, warum ich mich auf Weihnachten so freue. Ich brauche dieses Gefühl: Hier passiert etwas ganz Besonderes. Etwas, dass nicht von dieser Welt ist, aber mitten in diese Welt kommt. Etwas, dass uns Menschen guttut. Immer wieder. Ohne, dass ich das genau erklären kann oder muss.

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