Pressemitteilung

Hoffnung für Todeskandidaten

Von Maria Weigand (kath.). In der Citykirche Wuppertal laufen die Fäden zur Befreiung eines Todeskandidaten zusammen, der in Nigeria im Knast sitzt. Und der einen guten Anwalt braucht. Pfarrer, Priester und Bischöfe setzen sich ein. Gar nicht so einfach

  • 23.09.2025
  • Max Testermann (Redakteur)

„Ich habe einige Freunde in der Welt. Dazu zählt Alonanga aus Nigeria“, heißt es in einem Aufruf von Guido Gallenkamp auf der Spendenplattform Gofundme.com: „Ich habe ihn vor zwei Jahren in einem Online-Forum kennen gelernt, in dem sich meist junge Menschen über das effiziente Lösen von Zauberwürfeln austauschen. Seitdem schreiben wir uns und ich helfe ihm dabei, im Nigerianischen Hochschulsystem ein Stadtplaner zu werden. Alonanga hat einen Bruder, Michael. Und dieser Bruder Michael sitzt im Gefängnis und wurde zum Tode verurteilt. Er hat blöderweise ein Fahrzeug gekauft, das im Zusammenhang mit einem Mord verwendet wurde. Und da der echte Mörder das Land über Nacht verlassen hat, hat man stattdessen einfach Michael inhaftiert. Denn das Fahrzeug gehört ja nun ihm. Das war vor drei Jahren. Sein Sohn ist fast drei Jahre alt und daher kennen sie sich nur von den seltnen Besuchen im Gefängnis. Gemeinsam mit der Citykirche Wuppertal versuche ich nun seit einiger Zeit, Hebel und Wege zu finden, die es Michael ermöglichen freizukommen. Er wird danach mit seiner Familie im Ausland leben müssen, denn auch die Familie des Opfers möchte einen Schuldigen, egal wer das nun wirklich ist.

Als zusätzliche Erschwernis lebt die christliche Familie in einer Region, die von Boko Haram heimgesucht wird. Häuse sind unbewohnbar, die Behörden oft korrupt und mancherorts von religiösen Extremisten unterwandert. Die Familie hat nicht die Mittel, selbst für eine anwaltliche Vertretung zu sorgen. Durch den Spendenbetrag von 1.300 EUR möchte ich die Citykirche mit Spenden unterstützen, die sie selbst und aus eigenem Antrieb dafür auf den Tisch gelegt hat, um der Familie einen angemessenen Anwalt und damit eine Revision des Falls zu ermöglichen. Die Citykirche hat Ihr Netzwerk aktiv genutzt, um eine Kette von Pfarrern, Priestern und Bischöfen in Bewegung zu setzen, die dann am Ende tatsächlich Michael im Gefängnis besuchen konnten um die weiteren Schritte zu besprechen. Mit Deiner Unterstützung holst Du nicht nur mit etwas Glück einen unschuldigen Menschen aus der Todeszelle, Du unterstützt auch die Citykirche Wuppertal für solche humanitäre Hilfe über Landesgrenzen hinweg. Danke!“

Bislang sind über Gofundme.com rd. 1.035 Euro zusammengekommen. Der Link zur Aktion: https://www.gofundme.com/f/hoffnung-geben-der-todeszelle-zu-entkommen

Kontakt: Katholische Citykirche Wuppertal, Laurentiusstr. 7, 42103 Wuppertal, Tel.: +49 (0)202-42 96 96 74, Fax: +49 (0)202-42 96 96 77, E-Mail: info@katholische-citykirche-wuppertal.de, Internet: https://www.katholische-citykirche-wuppertal.de

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Dies ist ein Beitrag der katholischen Redaktion KiP-NRW für die Verkündigungssendung "Augenblick mal" im NRW-Lokalfunk. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Chefredakteur Dr. Christof M. Beckmann | Redaktion KiP-NRW | 0208 - 46849961 | Mail: beckmann@kip-nrw.de
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