Pressemitteilung

Meeresrauschen

  • 01.04.2026

Der Beitrag zum Nachlesen:

Urlaub am Meer. Als Andenken gibt es große, wunderschöne Muscheln zu kaufen. Ich kann sie mir ans Ohr halten. Als Kind hat man uns erzählt, wir könnten noch das darin eingefangene Meeresrauschen hören. Später wussten wir: wir hören nur das Geräusch des eigenen Blutdrucks.

Oft kommen mir die Menschen, die viel Zeit am Smartphone verbringen, ähnlich vor. Sie teilen die Einbildung, dass sie dabei stets Neues erfahren, Wichtiges, Lustiges. Dabei teilen sie meist nur diese Illusion und erfahren nur, was sie hören wollen und ohnehin denken. Nicht den Puls der Zeit oder der weiten Welt, sondern das Vorhersehbare der Algorithmen, das berauschende Echo der eigenen Erwartung.

Es geht aber auch anders.

Jesus hat häufig gesagt: „Wer Ohren hat zu hören, der höre!“ Da sagt doch jeder: Natürlich habe ich Ohren und kann hören! – Aber ist das wirklich so? Wir merken ja bei Menschen mit Hörgeräten, wie kompliziert und wunderbar das gesunde Ohr alles filtern und unterscheiden kann: Wichtiges von Nebengeräuschen, Langweiliges von Spannendem, das Rauschen des Windes von einem Flugzeug in der Ferne. Jesus meint: Hört nur das Wichtige heraus, was euer Leben ändern kann, und nicht nur, was euch bestätigt und berieselt!

Weil Jesus ja nicht mehr unter uns weilt, hat er uns den Heiligen Geist dagelassen und gesagt: „Es ist damit wie beim Wind: Er weht, wo er will. Du hörst ihn, aber du kannst nicht sagen, woher er kommt und wohin er geht. So ist es auch mit Gottes Geist, der dich mit Glauben erfüllt.“ Deswegen wünsche ich uns ab und zu ein echtes, kreatives Rauschen.

Meeresrauschen
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