Sein Olivenbaum erinnert ihn daran, dass, wer im Alten Testament mit einem Olivenbaum in Verbindung gebracht wurde, von Gott geschützt wurde. In Palästina war der Olivenbaum eine der drei wichtigsten Einnahmequellen neben Weizen und Wein. Man nahm das Öl zum Backen und Braten, als Brennstoff für die Lampen, als Schönheitsmittel, zur Reinigung von Aussätzigen, als Medizin und zur Salbung von Toten.
Zurzeit Jesu war der Garten Gethsemane – auf Deutsch „Olivenpresse“ – wohl eine kleine Plantage.
Das Fachwissen über die Ölbäume steckt nach Angaben des Forschers Giovanni Gianfrate, der am Institut für Agrartechnik in Florenz tätig ist, noch in den Kinderschuhen. „Die Bäume im Garten Gethsemane gehören zu den wichtigsten überhaupt, und dennoch wissen wir fast nichts über sie“, sagt er. Eine erste Studie hat jedoch erstaunliche Erkenntnisse zutage gefördert – etwa das vermutlich äußerst hohe Alter der Bäume. Einige von ihnen könnten aus dem dritten vorchristlichen Jahrhundert stammen. Nach seinem letzten Abendmahl geht Jesus in den Garten Gethsemane, um zu beten. Möglicherweise waren es genau diese Bäume, unter denen er gebetet hat.
- AM140927web.mp3

