Pressemitteilung

Pflaumenkuchen mit Opa

  • 04.09.2026
  • Max Testermann (Redakteur)

Der ganze Beitrag zum Nachlesen:

Heute wäre mein Opa 93 geworden. Er war mein Vorbild im Glauben, so lange ich denken kann.

Sein Herz war schwach. Das Ende absehbar. Er schlief viel. Die Krankenschwester sagte, er werde wohl nicht mehr richtig wach. Dann merkte er, dass ich da war, und sammelte all seine Kraft. Wir haben selbst gebackenen Pflaumenkuchen gegessen und Kaffee getrunken. Die Schwestern trauten ihren Augen kaum.

Er nahm meine Hand und sagte, er sei dankbar für sein Leben und für alles, was Gott ihm geschenkt hat. Reich war er nie. Kein Abitur, keine Auszeichnungen. Aber ein Leben voller Menschen. Kinder, Enkel und Urenkel. Freunde und die halbe Gemeinde. Das war am Ende mehr wert als Geld und Ruhm.

Aus diesem Glauben heraus konnte er sagen: Es ist gut, jetzt zu gehen. Ich bin bei Gott gut aufgehoben. Diesen Glauben hat er mir schon im Kindergottesdienst mitgegeben, und derselbe Glaube hat ihn bis zum Schluss getragen.

Wir haben uns lange im Arm gehalten. Dann schickte er mich nach Hause, schlief ein – diesmal für immer. So wünsche ich mir mein Ende auch. Dankbar und ohne Angst, mit dem Geschmack von Pflaumenkuchen im Mund.

 

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Dies ist ein Beitrag der evangelischen Redaktion PEP für die Verkündigungssendung "Augenblick mal" im NRW-Lokalfunk. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: Julia-Rebecca Riedel | Ev. Rundfunkreferat NRW | Kirche im Privatfunk | Tel.: 0151 - 57417207 | Mail: riedel@rundfunkreferat-nrw.de
Pflaumenkuchen mit Opa
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