Der ganze Beitrag zum Nachlesen:
Mein Schreibtisch ist ein Chaos:
Zettel, Tassen, Kabel —
ein kleiner Beweis, dass das Leben Spuren hinterlässt.
Und immer, wenn ich denke: „Heute räum ich endlich auf“,
sagt eine andere Stimme in mir: „Aber wohin mit all dem Durcheinander?“
Manchmal, da fühlt sich auch mein Inneres genauso an:
Voll gestopft mit Terminen, Gedanken, Sorgen.
Mir tut es gut, mal anzuhalten.
Ich sage: „Stopp“. Atme durch.
Und ich sortiere einen Moment lang in meinem Kopf:
Was darf bleiben, was darf weg?
Im Evangelium sagt Jesus:
„Kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid,
ich will euch erquicken.“ (1)
Das ist für mich die schönste Einladung zum inneren Aufräumen.
Kein spirituelles Putzprogramm,
sondern die Zusage: Du darfst Ballast abgeben.
Für heute reicht ein kleiner Anfang —
eine freie Stelle auf dem Tisch.
Oder ein freier Gedanke im Kopf.
Und wer weiß:
Vielleicht ist das schon der Moment,
der mich erquickt,
mich frei macht,
und der mich spüren lässt:
hier findet Gott wieder Platz.
Thomas Fresia von der evangelischen Kirche für „Augenblick mal!“.
Quellen: (1) Mt 11,28, in: Die Bibel, Luther 2017
- AM260203

