Pressemitteilung

Tochter Zion - U zij de glorie

  • 30.04.2026


Weihnachtslieder sind bekannter als Osterlieder. Entsprechend verwirrt war Carsten Griese als er bei einem Gottesdienst in Holland zu Ostern plötzlich die vertraute Melodie von Tochter Zion zu hören bekam. Was dahinter steckt erzählt er im „Augenblick mal!“.

 

Zum Nachlesen:

Autor: Ich arbeite seit kurzem in drei Kirchengemeinden, die nahe der holländischen Grenze liegen. In einem Dorf meiner Gemeinde sind die Grenzen zwischen Deutschland und Holland fließend. Auf einer Seite des Bürgersteiges befindet man sich in Deutschland, doch wenn man die Straßenseite wechselt, betritt man holländischen Boden. Zu Ostern hat mich meine holländische Kollegin, Pfarrerin Willemien Lammers in ihre Gemeinde eingeladen. „Komm doch zu unserm Osterjubeln“, sagte sie zu mir. „Was ist das?“, fragte ich. Willemien antwortete: „Wir treffen uns mittags auf dem Marktplatz und singen Osterlieder. Es kommen auch Deutsche zum Osterjubeln“. Ich freute mich über ihre Einladung und ging hin. Liedzettel in holländischer Sprache mit deutschen Übersetzungen wurden verteilt. Eine kleine Band mit zwei Sängern begleitete die Lieder an. Holländer und Deutsche sangen gemeinsam mitten auf dem Marktplatz. Eine tolle Atmosphäre. Auf einmal hörte ich sehr vertraute Töne:

Musik: „Tochter Zion“

Autor: „Warum singen die Holländer jetzt unser Adventslied?“ dachte ich und ich habe Willemien gefragt: „Warum spielt ihr ein Adventslied an Ostern?“ Sie lachte und erklärte mir, dass das Lied auf Holländisch „U zij de glorie“ heißt. Es sei kein Adventslied, sondern ein Osterlied. Ich war überrascht und dachte: Es lohnt sich, die eigene Grenze zu überschreiten. Man lernt dazu und entdeckt Neues.

Carsten Griese von der Evangelischen Kirche für „Augenblick mal!“

Tochter Zion - U zij de glorie
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