Info: Vom 10. bis 13.
März 2014 findet in Münster die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen
Bischofskonferenz statt. An ihr nehmen 66 Mitglieder der Deutschen
Bischofskonferenz unter Leitung des Vorsitzenden, Erzbischof Dr. Robert
Zollitsch, teil.
Im Mittelpunkt der Frühjahrs-Vollversammlung steht am Mittwoch die Wahl
des neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. Außerdem ist ein
Studienhalbtag „Zur Lage der Religionsfreiheit“ geplant. Das Thema der
verfolgten und bedrängten Christen soll in den größeren Kontext der Frage der
Religionsfreiheit eingebettet werden. Diese Verknüpfung war maßgeblich für den
„Ökumenischen Bericht zur Lage der Religionsfreiheit von Christen weltweit“,
der im Sommer vergangenen Jahres veröffentlicht wurde. Kardinal John Onaiyekan,
Erzbischof von Abuja (Nigeria), wird die Situation der Christen im
gemischt-religiösen Kontext seines Heimatlandes darlegen.
Weitere Themen der Vollversammlung sind Projekte und Perspektiven
katholischer Mitgliedermagazine und Verteilzeitungen, das Gedenken zum 25.
Jahrestag des Mauerfalls und das jüngste internationale Bischofstreffen zur
Solidarität mit den Christen im Heiligen Land. Die Vollversammlung wird sich
außerdem mit der Vorbereitung der Sondersynode in Rom und dem
interdisziplinären Forschungsverbundprojekt „Sexueller Missbrauch an
Minderjährigen“ befassen. An der Eröffnungssitzung der Vollversammlung am 10.
März 2014 werden erstmals der neue Apostolische Nuntius in Deutschland,
Erzbischof Dr. Nikola Eterović, sowie als Gäste Erzbischof John Baptist Odama
(Erzbistum Gulu, Uganda) und Bischof Giuseppe Filippi (Bistum Kotido, Uganda)
teilnehmen.
Während der Frühjahrsvollversammlung der Bischöfe sollen auch die
Gläubigen zeitweise mit dabei sein können. Interessierte sind daher zur
Mitfeier verschiedener Gottesdienste eingeladen. Neben dem Eröffnungsgottesdienst
am Montag, 10. März um 18.30 Uhr im St.-Paulus-Dom wird Dienstag, Mittwoch und
Donnerstag jeweils morgens um 7.30 Uhr die Eucharistie im Dom gefeiert. Auch
alle diese Gottesdienste sind öffentlich. Alle vier heiligen Messen sind zudem
live als Fernsehgottesdienste im Internet zu verfolgen. Der Livestream wird
übertragen auf www.paulusdom.de, www.bistum-muenster.de , kirchensite.de und www.katholisch.de . Mehr: www.dbk.de .
Unser
Gesprächspartner: Dr. Felix Genn, am 6. März 1950 im rheinland-pfälzischen Burgbrohl geboren,
wuchs in Wassenach auf und studierte nach seinem Abitur am
Kurfürst-Salentin-Gymnasium in Andernach von 1969 bis 1974 Theologie und Philosophie
in Trier und Regensburg. Am 11. Juli 1976 im Trierer Dom zum Priester geweiht,
sammelte Genn erste Erfahrungen in der Seelsorge als Kaplan in Bad Kreuznach.
1978 folgte die Berufung zum Subregens, 1985 zum Spiritual des Bischöflichen
Priesterseminars in Trier. Im gleichen Jahr promovierte er zum Thema: „Trinität
und Amt bei Augustinus“. 1994 wurde er Ständiger Lehrbeauftragter für
Christliche Spiritualität an der Theologischen Fakultät Trier. Außerdem
übertrug ihm Bischof Hermann Josef Spital die Leitung der Heilig-Rock-Wallfahrt
1996. Von 1997 bis 1999 war Genn Regens am Studienhaus Sankt Lambert, wo sich
„Spätberufene“ ohne Abitur auf den Priesterberuf vorbereiten. Am 16. April 1999
ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Uzali und
Weihbischof für das Bistum Trier. Die Bischofsweihe empfing Genn am 30. Mai
1999 im Dom zu Trier. In der ältesten Diözese Deutschlands war er als
Bischofsvikar für das Saarland zuständig. Am 6. Juli 2003 wurde er nach
Kardinal Franz Hengsbach und Dr. Hubert Luthe als dritter Ruhrbischof des 1958
gegründeten Bistums Essen in sein Amt eingeführt. Am 19. Dezember 2008 wurde
Felix Genn von Papst Benedikt XVI. zum neuen Bischof von Münster ernannt und
dort am 29.03.2009 in sein Amt eingeführt. Er ist der 75. Bischof in der Nachfolge
des heiligen Liudger und der direkte Nachfolger von Reinhard Lettmann, der am
28.03.2008 aus seinem Amt verabschiedet wurde.
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