INFO: Christiane Bernshausen aus Dülmen ist seit 15 Jahren nahezu blind. Im Bistum Münster engagiert sie sich dafür, dass Menschen mit Sehbehinderung in der Kirche dabei sein können und ermutigt zu einem Perspektivwechsel. Die etablierten barrierefreien Führungen durch den St.-Paulus-Dom wurden durch sie mitkonzipiert. Die nächste findet am Freitag, 21.10.2022, von 15.30 – 17.00 Uhr statt. Viele Objekte im Dom können dabei ertastet werden und spezielle Tastmodelle geben eine Vorstellung von den Proportionen des Gebäudes. Höhepunkt der Veranstaltung ist die Vorführung der großen Domorgel. Barrierefreie Domführungen finden auch für Gehörlose und in einfacher Sprache statt: Dauer Führung 90 Minuten, Kosten: 3,00 Euro, bis 18 Jahre frei, Treffpunkt: Paradiesportal (Haupteingang), Führungen für Menschen mit Gehbehinderung und Rollstuhlfahrer: barrierefreier Eingang (Uhrenportal), Kontakt: Tel. 0251 / 495-1189, dompaedagogik@bistum-muenster.de, Internet: https://www.paulusdom.de/fuehrungen/barrierefreie-domfuehrungen
Podcast „kannste glauben – Nr. 37“: Wie inklusiv ist die Kirche? Über diese und weitere Fragen sprach Ann-Christin Ladermann mit Christiane Bernshausen im Bistums-Podcast „kannste glauben“. Anlass für das gut halbstündige Gespräch war der „Sehbehindertensonntag“, ein bundesweiter Aktionsmonat des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes, bei dem in diesem Jahr die katholische und evangelische Kirche Aktionspartner waren. Rund um die kirchliche Arbeit wollten die Beteiligten für die Belange sehbehinderter Menschen sensibilisieren und einen Impuls setzen – für mehr Barrierefreiheit und Inklusion. Die Folge des Bistums-Podcasts mit Christiane Bernshausen ist auf der Homepage von „kannste glauben“ abrufbar. Zudem können alle Folgen der Reihe bei Spotify, podcaster.de, Deezer, Google Play und Itunes kostenfrei angehört und abonniert werden.
Sehbehindertensonntag 2022: Nach Hochrechnungen aus Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es mehr als eine Million sehbehinderte Menschen in Deutschland. Um auf die Bedürfnisse dieser Menschen aufmerksam zu machen, hat der DBSV im Jahr 1998 einen eigenen Aktionstag eingeführt: den Sehbehindertentag (www.sehbehindertentag.de ). Er findet jedes Jahr um den 6. Juni herum zu einem bestimmten Thema statt. Mehr unter www.sehbehindertensonntag.de .
Woche des Sehens 2022: In der am 8. Oktober gestarteten 21. Woche des Sehens informieren namhafte Organisationen aus den Bereichen Augenmedizin, Selbsthilfe und Entwicklungszusammenarbeit über Augengesundheit, die Auswirkungen von Sehbehinderung und Blindheit in Deutschland und weltweit sowie über die Bedürfnisse Betroffener. Denn auch mit einer gravierenden Seheinschränkung ist ein aktives und erfülltes Leben möglich. Ihre Angebotsvielfalt zu sozialen und rechtlichen Fragen wie auch zu lebenspraktischen Themen stellen die Selbsthilfeorganisationen der Woche des Sehens unter dem Motto „Aktiv auch mit Seheinschränkung“ vor. Getragen wird die Woche des Sehens von der Christoffel-Blindenmission, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Berufsverband der Augenärzte Deutschlands, dem Deutschen Komitee zur Verhütung von Blindheit, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf sowie der PRO RETINA Deutschland. Unterstützt wird sie zudem von Aktion Mensch und ZEISS. Mehr unter www.woche-des-sehens.de .
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