Der Beitrag zum Nachlesen:
Neulich habe ich in einer Praxis ein launiges Schild entdeckt: „Unmögliches wird sofort erledigt. Wunder dauern etwas länger.“ Ich musste schmunzeln. Und gleichzeitig dachte ich: „Da steckt mehr Wahrheit drin, als man auf den ersten Blick vermutet.“
Wunder brauchen manchmal Zeit. Nicht unbedingt, weil sie lange auf sich warten lassen, sondern weil wir Zeit brauchen, um sie als Wunder zu erkennen. Um wahrzunehmen, was uns geschenkt wurde. Um zu begreifen und zu spüren, wie wunderbar das Leben manchmal mit uns ist.
Einen Menschen zu treffen, mit dem ich mein Leben teilen darf – für mich ein Wunder. Die Geburt eines Kindes – ein Wunder. Nach einer Zeit tiefer Traurigkeit wieder Hoffnung zu finden, neuen Mut zu schöpfen und wieder von Herzen lachen zu können – für mich ein Wunder.
Oft erkennen wir erst im Rückblick, was uns Wunderbares widerfahren ist. Manchmal braucht es Abstand, ein wenig Zeit und vielleicht auch einen anderen Blick auf das, was war. Dann entdecken wir plötzlich: Das war mehr als Glück. Das war ein Geschenk!
Vielleicht sind Wunder deshalb manchmal so leise. Sie kommen nicht mit großem Getöse daher. Sie geschehen mitten im Alltag – und warten darauf, von uns entdeckt zu werden.
Ein Wunder ist ein Geschenk. Für mich ist es ein Geschenk Gottes. Katrin Schirmer, von der Evangelischen Kirche für „Augenblick mal!“
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Dies ist ein Beitrag der evangelischen Redaktion PEP für die Verkündigungssendung "Augenblick mal" im NRW-Lokalfunk. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: Julia-Rebecca Riedel | Ev. Rundfunkreferat NRW | Kirche im Privatfunk | Tel.: 0151 - 57417207 | Mail: riedel@rundfunkreferat-nrw.de- AM261028
